brazil01São Paulo ist eine Stadt der Superlative. Circa 20 Millionen Menschen leben dort. Es ist das Handels- und Produktionszentrum für ganz Südamerika. Keine große internationale Company ohne eine Niederlassung in São Paulo. Nicht zu Unrecht wird sie auch als der „größte deutsche Industriestandort“ bezeichnet.

In dieser Stadt gibt es unglaubliche Kontraste zwischen arm und reich! 

An den Rändern von São Paulo lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armenvierteln. Man schätzt, dass heute ca. 30 % der Einwohner São Paulos in diesen Armenvierteln leben. Dort, im Bezirk Grajaú, engagiert sich unser Verein.

Mein Name ist Lea und ich kenne die Einrichtung schon seit vielen Jahren, da mein Vater und dessen Schule Unterstützer dieser Einrichtung sind.
Am 19. April 2017 haben wir, die Freiwilligen von der Assoçiacão Comuntaria Monte Azul, die Einrichtung Lar social Girassol besucht. Wir wollten diese private Initiative kennenlernen.
Es war ein schöner, sonniger Mittwochmorgen, als wir im Lar social Girassol in Grajaú, in der Südzone von São Paulo, ankamen. Dort wurden wir herzlich in Empfang genommen. Die Direktorin führte uns mit der Gründerin Angelika Pohlmann über das Gelände und durch die Räume von Girassol.
Zeigte uns alle Räume (Schlafsaal, Bibliothek, Spielzimmer, Kunstraum und die Klassenräume).
Sie haben einen schönen Garten neben dem Spielplatz für die Kinder mit Blick auf die Comunidade in der unmittelbaren Nachbarschaft der Einrichtung.

60 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden dort den ganzen Tag betreut. Dieser Tag ist eine Kindertagesstätte, in der die Kinder von morgens bis abends von Fachpersonal betreut werden.

Lea Wolf und Angelika Pohlmann
Angelika Pohlmann und ich

Danach führte uns Frau Pohlmann zusammen mit der Direktorin durch das Ausbildungszentrum, das vom Senai unterstützt wird. Dort werden verschiedene Kurse angeboten. Informatik, Elektrotechnik, Schneidern, Friseur, ...
Es war sehr interessant auch mit den Schülern vor Ort zu sprechen.
Ich selber habe mich mit einer Frau unterhalten, die gerade fleißig genäht hatte. Sie erzählte mir, dass sie schon etwas älter ist und eigentlich die Kurse für jüngere sind. aber sie hatte bisher in ihrem Leben nicht die Chance, einen Beruf zu erlernen. Die Frau kümmerte sich bisher nur um ihre Kinder und ihren Mann, aber nun nutzt sie die Chance und möchte auch etwas lernen, um so Kleider für sich und ihre Familie zu nähen.
Angelika Pohlmann informierte uns auch über die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung und die Veränderungen von Girassol, die diese Initiative in den Jahren ihrer Entstehung durchlaufen hat.
Es ist schön zu sehen, wie durch solche Einrichtungen jungen Menschen Möglichkeiten für Ihre Zukunft geboten werden, und dass ohne Spenden so etwas nicht ermöglich ist. Das Projekt finanziert sich ausschließlich durch Spenden, die größtenteils aus Deutschland und von deutschen Firmen kommen, die in Brasilien tätig sind.
Wir bedanken uns für diesen netten Besuch bei Lar social Girassol.
Die Freiwilligen der Associação Comunitaria Monte Azul
Freiwille der Monte Azul
Freiwillige der Monte Azul mit einer Lehrerin und der Direktorin
Autorin: Lea Wolf